Siegfried Scherer

Siegfied Scherer


Die Evolution und der Schöpfungsgedanke aus wissenschaftlicher Sicht

In seinem Vortrag erklärt er, dass die modernen Evolutionsbiologen, die Nachfolger Darwins, wie einst Darwin davon ausgingen, dass die erste Zelle, das erste Leben, sozusagen aus dem Nichts entstanden sei, aus toter Materie eben. Wie sich dieser Entstehungsprozess der ersten Zelle aus toter Materie genau ereignet haben soll, sei nicht bekannt.

In Linder Biologie, einem Lehrbuch für die Oberstufe am Gymnasium, steht zur Frage über die Entstehung des Lebens eine widersprüchliche Antwort, so der Vortragsredner: “Woher kommen die Lebewesen? In früheren Zeiten nahm man an, dass Lebewesen auch aus toten Stoffen durch Urzeugung entstehen konnten. Louis Pasteur wies 1862 durch Versuche unwiderleglich nach, dass sich gegenwärtig Lebendes nur aus Lebendem bildet. Für die erstmalige Entstehung von Organismen auf der Erde gilt die Aussage aber nicht.”

Unabhängig davon, wie nun die erste Zelle entstanden ist. Wie war der weitere Verlauf der Entstehung der Arten? Die Biologie unterscheidet an dieser Stelle zwischen Mikro- und Makroevolution. Nur die Makroevolution handelt von der Entstehung der Arten – z.B. von Elefanten, Löwen, Regenwürmern, Mäusen. Die Mikroevolution gibt Auskunft über die Entwicklung der Gattungen, also die Entwicklung innerhalb einer Art. Wie entwickelte sich die erste Maus weiter zur Hausmaus, zur Wühlmaus oder zur Spitzmaus?

(Empirisch) wissenschaftlich belegt ist nur die Mikroevolution: z.B. durch den Austausch von Genen, durch die Sexualität, entstehen hier neue Gattungen. Die genetische Komplexität bleibt dabei entweder gleich oder sie nimmt ab. Der “Prozess” wird sozusagen optimiert. Beispielsweise entsteht hier bei den genannten Mäusen eine weitere Gattung von Mäusen, welche jedoch niemals eine höhere genetische Vielfalt haben kann als die Ursprungsgattung.

Ganz anders ist die Makroevolution. Diese ist (empirisch) wissenschaftlich nicht belegt. Wenn man mikrobiologische Prozesse ganz lange aneinander reihe, dann entstünden daraus makrobiologische Prozesse, so berichten die Lehrbücher. Mikroevolution plus Zeit wäre also Makroevolution. Für diese Annahme gebe es aber keinen Beweis, so Prof. Dr. Scherer. Die bisherige Annahme, dass alle Arten von Lebewesen auf einen Vorfahren zurückzuführen sind, die in Schulbüchern oft zu findende Stammbaumdarstellung der Arten, deren gemeinsamer Ursprung und deren Verbindungen untereinander sei wissenschaftlich nicht belegt, so der Vortragsredner weiter.

Die Mikroevolution ist also eine horizontale Evolution, d.h. eine Veränderung auf einer Komplexitätsebene. Durch die Mikroevolution können vorhandene Strukturen optimiert werden. Die Makroevolution ist eine vertikale Evolution, vom ganz einfachen hin zum ganz komplexen – von der ersten Zelle hin zum Menschen. Die Mikroevolution und die Makroevolution sind also ganz unterschiedlich. Das erste werde inzwischen von der Wissenschaft notdürftig verstanden, das zweite sei unbekannt, so Scherer weiter.

Warum kann die Evolutionsbiologie also keine Antwort auf den genauen Entstehungsprozess der ersten Zelle geben? Die Evolutionslehre der Evolutionsbiologie basiert auf empirischen, wiederholbaren Experimenten. Diese können naturbedingt nur gegenwärtige Vorgänge erfassen. Die Erforschung der Entstehung der ersten Zelle ist also nicht möglich, da dies weit zurück liegt. Die Evolutionslehre der Evolutionsbiologie geht außerdem in der Grundannahme, dass die Entstehung des Lebens nichts mit übernatürlichen Dingen zu tun haben könne. Ein Schöpfer wird also von vornherein ausgeschlossen. Diese Grundannahme kann richtig oder falsch sein. Wenn man auf Basis dieser Grundannahme die Entstehung der Welt deutet, dann kommt man zwangsläufig zur Evolutionslehre, so Prof. Dr. Scherer.

Alternativ zur Evolutionslehre (welche ja die Entstehung von Leben, die Entstehung der ersten Zelle, nicht wirklich erklären kann) könnte man als Grundannahme auch davon ausgehen, dass ein Schöpfer existiert. Dass dieser Schöpfer das Leben, die erste Zelle, erschaffen hat. Das kann auch nicht bewiesen werden. Genauso wenig wie es widerlegt werden kann, so Prof. Dr. Scherer.

Wie entstand nun das Leben? Wie entstand nun die erste Zelle? Wie wir gesehen haben, gibt es hierzu zwei mögliche Betrachtungsweisen: die Evolutionslehre der Evolutionsbiologie und der Schöpfungsgedanke. Entgegen der allgemeinen Annahme sind jedoch bei näherer Betrachtung beide Systeme Glaubenssysteme, da sie jeweils auf bestimmten, jeweils nicht beweisbaren Grundannahmen beruhen.

Und nun nach dem kurzen Ausflug zum aktuellen Stand der Wissenschaft zurück zu den Erkenntnissen Reichs zum Thema der Entstehung der Zellen.
 

Siegfried Scherer - was Darwin nicht wissen konnte:

Darwins Theorie basiert nicht an der Wissenschaft. Vielmehr ist es nur ein Glaube an die Affentheorie. Die Hintergründe zu der Evolutionstheorie und den ganzen damit verbundenen Widersprüchen erklärt Siegfried Scherer in seinen Vortrag. Evolution oder Schöpfung - wie entstand die erste biologische Zelle? Wie erfolgt der evolutionäre Sprung von einer Spezies zur nächsten?

 

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